Montag, 3. Dezember 2012

...LilLaLäusewolle


Die ersten drei Stränge wurden mit Alaun und Eisen-II-Sulfat gebeizt und nacheinander nach Dorothea Fischers Rezept gefärbt. Der letzte Strang wurde nur noch zart violett.Auch wenn er gar nicht gebeizt war hat er noch Farbe abgekommen.

Bald habe ich wieder mehr Zeit meine Wollvorräte zu verarbeiten. Es schwirren schon viele Projektideen in meinem Kopf herum. Erstmal werde ich mit der Färberei pausieren, denn ...da haben sich ein paar "Kilöchen" angesammelt!

Sonntag, 2. Dezember 2012

...wunderbare kleine Läuschen


Rechts: 1 Zug Rezept Nr. 13 aus Dorotheas Buch (ungebeizte Merino)
Mitte:   2. Zug Gleiches Rezept, Wolle mit Alaun gebeizt
Links:   3. Zug gleiche Flotte, Wolle mit Kaltbeize vorbehandelt

Dieser Farbstoff hat es mir angetan, auch wenn ich ihn leider nicht selber sammeln kann.  So hatte ich diesen Farbstoff wie auch die Krappwurzeln gekauft.

Die Laus nennt man auch Kermeslaus. Sie wird schon seit grauer Vorzeit zum Färben von Stoffen verwendet.

Das nächste Rezept von Dorothea ist schon in der Vorbereitung. Diesmal soll es Violett sein.

Samstag, 1. Dezember 2012

...Rubia tinctorium

auch Färberröte oder Krapp genannte Wurzel..
Reine Merino, mit Alaun und nach einem Rezept von Dorothea Fischer gefärbt.

100 g Krapp wurden über Nacht eingeweicht, am nächsten Tag erhitzt max. 75°C (Thermometer) und wiederum auskühlen lassen. Die Wurzeln anschließend in ein Wäschesäckchen eingebunden in die Flotte gehangen und die Wolle vorsichtig gefärbt. Die Temperatur zwischen 65 und 75°C nicht überschreiten, sonst wird der Farbstoff zu braun.

Links:      hangesponnenen Merino 3. Zug
Mitte:      Merino 2. Zug
Rechts:    Merino 1. Zug

Freitag, 23. November 2012

...Alpakas gibt es auch im Westerwald

Die allwöchentlich eintrudelnden Käseblättchen taugen eigentlich nur zum Ofen anzünden. Einzig mein Liebster liest dort mal ein bisschen rum und fand vor ein paar Wochen einen Artikel über eine Alpakazucht mit kleinem Laden ein paar Kilometer entfernt von uns. Selbstverständlich sind wir sehr bald dorthin gefahren:
Alpakazucht Böhm
Hauptstrasse 13
56271 Kleinmaischeid

In ihrem kleinen Laden verkauft Frau Böhm, Wolle von ihren Alpakas,sowie Kleidung und Accessoires aus Alpakawolle.


So wurden zwei Stränge Alpaka/Merino von Barbarella, Nemo und Felix mein. 









Daraus habe ich diese Handstulpen genadelt (Die Anleitung gibt es in diesem Buch)

Mittwoch, 21. November 2012

...nicht mein Fall

...oder vielleicht liegt es an doch an meiner Kaltbeize?
Nach etlichen Strängen, die darin gebeizt wurden, ist wohl an der Zeit eine neue Kaltbeize anzusetzten.
Die Ergebnisse aus Schachtelhalm, Johanniskraut und Schafgarbe waren diesmal nicht überzeugend, allesamt blass und mit wenig Leuchtkraft.

Johanniskraut

Schachtelhalm

Schafgarbe
Sollte ich keine zündende Idee haben was ich damit unbedingt stricken möchte, wir demnächst überfärbt...

Montag, 19. November 2012

...Thymian, oder ein Frostschaden mit Folgen

Unser Thymian sieht im Sommer so aus:

Die Blütenpracht wurde vom ersten Frost Ende Oktober dahingerafft und durfte versuchsweise ein wenig Wolle einfärben.

  • Beize: Kaltbeize
  • Wolle. 100 % Merino
  • 1.Zug: gelb
  • 2.Zug: graugrün

Das Ergebnis ist ähnlich wie bei meiner Mädesüßfärbung, nur weniger leuchtend.

Sonntag, 18. November 2012

...Überraschungsstricken im Westerwald

Die Westerwälder und Koblenzer Damen von den ravelry-Gruppen hatten vor ein paar Monaten die schöne Idee eine Überraschungsstrickaktion zu veranstalten. Dazu wurde von Frau Die Wollkatze Wolle gefärbt, in verschlossene Beutel verpackt und an alle Teilnehmer verlost. So strickten wir im geheimen für eine andere. Nun darf ich das große Geheimnis lüften und zeigen was ich für die liebe Claudi gestrickt habe.


Donnerstag, 15. November 2012

... Daucus carota, die wilde Möhre

Nachdem Eberhard Prinz in seinem Buch versprach, man könne mit den Blüten der wilden Möhre blaugrau färben, hatte ich reichlich den Spätsommer über davon gepflückt (Vorsicht Verwechslungsgefahr mit giftigen Korbblütlern!).
Da war ich schon mächtig enttäuscht als das Ergebnis meiner Färbung aus den Blüten ein dezentes beigegelb ergab. Was soll's dachte ich und warf das Kraut zu der Blütenflotte ergänzte das ganze mit
2 % Eisen-II-sulfat und färbte anschließen zwei Stränge Merino mit gedeckten Grüntönen.



Dienstag, 13. November 2012

...Mädesüß, ein feines Kraut

Den ganzen Sommer und frühen Herbst über habe ich auf diversen Wanderungen Zutaten für meine Färbeküche gesammelt. Die nun langen Abende verkürze ich mir mit Färbeexperimenten.
Schon beim Pflücken verströmt diese Pflanze einen wunderbaren Duft. Aromatisch süßlich duftete es aus der Färbeflotte. Nachdem ich die Blätter und Blüten abgestreift, mit Wasser über Nacht eingeweicht und anschließend aufgekocht hatte habe ich erst einen und nach Zugabe von wenig EisenIIsulfat einen zweiten Strang gefärbt.


  • Beize: Kaltbeize
  • Wolle: 100% Merino
  • 1: Zug: gelb 
  • 2.Zug: zu olivgrün weiterentwickelt,durch Zugabe von ein wenig Fe-II-sulfat (2g/100g Wolle)

Montag, 12. November 2012

...Walnuss

Diese Jahr wahr ein schlechtes Jahr für Walnüsse und somit auch ein schlechtes Jahr für Walnussfärbungen.
Nur an einer Stelle fanden wir einen Baum der Früchte trug. Die grünen Schalen sind in meine Färbeküche gewandert und durften meine feine Merino verschönern.
  • Beize: keine
  • Wolle: 100% Merino
  • Färbetechnik: Kontaktfärbung



Sonntag, 11. November 2012

...Westerwald Dahlien










Endlich ist das Wetter gut genug um mit meiner Kamera ein paar Fotos zu knipsen. Aus meinem Fund vom letzten Monat konnte ich 3 gleiche Stränge färben. Das reicht somit auch für ein größeres Projekt, wie ein Tuch. Mit 3 mal 420 Meter Merino kommt man schon ganz schön weit.

Montag, 8. Oktober 2012

...noch mehr Dahlien


Wer mich kennt, der weiß das ich gerne auf den Westerwald schimpfe. Heute möchte ich das ganz ausdrücklich mal nicht tun, denn auf unserer schönen Wanderung (den GEO-Wanderweg rund um Nauort) habe ich eine größere Menge weggeworfener Dahlienblüten gefunden. Da hat wohl jemand seinen Garten winterfest gemacht und ich profitiere davon...
Soeben sind mehrere Stränge Färbewolle in die Kaltbeize und die Blüten zum trockenen auf die Fensterbank gewandert. Bei Zeiten werde ich sehen ob sich die leuchtende  Dahlienfärbung wiederholen lässt.

Sonntag, 7. Oktober 2012

...so viel Farbe aus einer Hand voll Dahlien

Im Frühjahr bekam ich von Helma aus der Rhön Dahlienknollen geschenkt. Die wurden zu passender Zeit im Garten in die Erde gesetzt und zunächst von sämtlichen Schnecken der Umgebung als beste Nahrungsgrundlage befunden. Irgendwann war man wohl doch satt, und der ein oder andere Trieb durfte wachsen. Mit der Blüherei hat es dann noch ewig gedauert, denn im Westerwald ist dieses Jahr der Sommer ja bekanntlich ausgefallen. So habe ich jede Blüte die begann zu verwelken lieber drinnen auf der Fensterbank getrocknet. Doch mehr als 10 Stück sind es am Ende nicht geworden. Mit diesen habe ich feine Merinowolle gefärbt und hier sind die beiden Stränge in ihrer ganzen Pracht:



Samstag, 6. Oktober 2012

...ein letztes Schilfgrün für dieses Jahr

Vor ein paar Wochen hatte ich mit Schilfblüten gefärbt und zuerst gedacht, mit so wenig Materaial keine kräftigen Farben erzielen zu können. Doch wiedereinmal wurde ich von den Farben die die Natur so bereithält überrascht. Am Ende sind mit 175g frischen Schilfblüten 300g Wolle durch meine Färbeflotte geschwommen. Die liebe Manu bekommt dann demnächst noch diesen Strang hier:

Samstag, 29. September 2012

...Westwood Daisies

Manchmal entwickeln sich die Dinge, völlig anders als man es je für möglich gehalten hatte. Als ich Annas Garn mit in den Urlaub genommen habe, wollte ich im Flieger einfach nur die Stunden rum kriegen, testen ob ryanair die Rundnadel im Handgepäck beanstandet und im besten Fall im Urlaub etwas einfaches stricken.
Dass daraus ein schlichtes, leichtes Tuch entstehen würde, für das ich die Anleitung sogar aufgeschrieben habe, hätte ich mir nicht träumen lassen. 

Die Anleitung zu diesem Tuch gibt es kostenlos, viel Spaß ☺!

Hier entlang zum meiner Anleitung bei ravelry.
Und hier geht es direkt zum Download: Westwood_Daisies.pdf



Dienstag, 11. September 2012

...zweierlei Schilfgrün

Endlich, endlich hatte ich mal die Gelegenheit an Schilfblüten zu kommen. Die Ausbeute war nicht so üppig, leider nur 175 g:

Diese wanderten in meinen Färbetopf und wurden erst mal über Nacht mit Wasser kalt eingeweicht. Anschließend 3 Stunden geköchelt. Die besten Ergebnisse erzielt man wenn man die Flotte danach vollständig auskühlen lässt.

Am Sonntagmorgen habe ich die Blüten in einen Wäschesack umgefüllt und beiseite gelegt um sie wieder zu verwenden.

Die Wolle ist in den Topf gewandert und das ganze habe ich in die pralle Sonne gestellt:






Am Abend hatte sah das so prima aus, das ich die Wolle raus genommen, ausgewaschen und getrocknet habe.











Das Ergebnis: Ein dezenter Grünton.

Das Wasser im Topf war noch so kräftig gefärbt, das ich kurzerhand einen weiteren Strang eingelegt,  den Wäschebeutel mit den Schilfblüten dazu gehangen  und das Wasser etwas aufgefüllt habe.










Das ganze für 2 Stündchen erhitzt, nicht gekocht, und am Ende konnte ich gestern Abend einen schönen gelbgrünen Strang von der Wäscheleine abhängen.


Sonntag, 9. September 2012

...geschenkt

bekommen habe ich ein bisschen Alpakawolle.
Das mein Tochterkind Alpakas so toll findet habe ich ja schon geschrieben. Auch ich kann mich gegen diesen besonderen Charme nicht mehr erwehren. Bei einem Tierparkbesuch am Samstag standen ein paar von diesen schönen Vierbeinern in einem Gehege. Da  habe ich einfach nett gefragt was man mit der Wolle machen würde und bekam eine Tüte voll geschenkt (der Rest war schon anderweitig versprochen). Demnächst wandert dieser fluffige Traum über bein Spinnrad...

Dienstag, 4. September 2012

...Gartenhibiskus

Im letzten Jahr habe ich die verwelkten Blüten meines Gartenhibiskus gesammelt. Am Ende waren es ca. 250 g getrocknete Blüten (ohne den Blütenkelch).
  • Wolle Merino selbstgesponnen (gebeizt mit Kaltbeize)
  • oben 2. Zug
  • unten 1. Zug
Das erste Ergebnis war, wie so oft bei meinen Experimenten ein dezentes beige. Nachdem ich aber 2g Eisen-II-sulfat in die Färbeflotte gegeben habe wurde ein schönes dunkles graugrün daraus. Und weil es so schön war wanderte direkt ein weiterer Strang hinterher. (Leider wollen die Farben nicht so richtig eingefangen werden.)

...nachgefärbt

Meine Solarglasfärbung mit der Kamille und dem Johanniskraut war mir dann doch etwas fad.
In den Untiefen meiner Hexenküche fanden sich noch ein wenig Rotholz und Gelbholz, vormals gedacht zum Ostereier färben. Die wenigen Gramm wanderten in einen Wäschebeutel und wurden mit Wasser erhitzt. Meine Färbeflotte lasse ich immer über Nacht auskühlen und lege die Wolle erst am nächsten Tag ein. Das Ergebnis sieht dann nun so aus. 


Samstag, 25. August 2012

...Wiesenkerbel

Ich färbe ja gerne mit Pflanzen die mir so beim Wandern begegnen. Manchmal gibt Färbepflanzen direkt vor der Haustür. Im Frühjahr habe ich auf der Wiese am Ortsrand Wiesenkerbel (Vorsicht kann man mit giftigen Doldenblütlern verwechseln) gesammelt. Da das Wetter im Frühling keine gescheiten Fotos zugelassen hat hier der Nachtrag:

  • Wolle: selbstgesponne Merino
  • Beize: Kaltbeize
  • Pflanzenmaterial: ca. 600 g frischen Wiesenkerbel
  • Methode: 1.Tag Auszug herstellen, 2. Tag färben

Oben.: 1. Zug
Unten. 2. Zug weiterentwickelt mit 2% Eisensulfat
Die Farben lassen sich leider nicht so gut einfangen, es ist beim ersten Zug ein dezentes gelbgrün, und beim zweiten Zug ein graugrün.

...ausgetopft

Letzte Woche war es dann soweit, mein Glas mit der Kamille und dem Johanniskraut wurde geleert. Die Wolle habe ich nur kurz mit klarem Wasser gespült und trocken lassen. Das Ergebnis ist ein dezentes goldgelb mit vereinzelt rötlichen Stellen. Rot hatte ich eigentlich nicht erwartet, da meine letzte Johanniskrautfärbung, damals allerdings im Topf, gritzegrün wurde.

Ich bin noch unschlüssig ob ich nicht noch nachfärben soll, denn gelb ist nu' gar nicht so meine Farbe....





Sonntag, 8. Juli 2012

...Johanniskraut und Kamille im Glas

Nach einer Sommerwanderung am letzten Sonntag sind Färberkamille, selbst gesponnene und mit Kaltbeize vorbehandelte Merino mit Johanniskraut in das Glas gewandert. Nun steht diese auf der Fensterbank (draussen) in der Sonne und wird erst in ein paar Wochen wieder geöffnet.

Meine Anleitung für die Solarfärbung findet ihr auf einer Extra-Seite (siehe oben).

Donnerstag, 17. Mai 2012

...diesmal ein Pferd

Eigentlich wollte ich keine Viecher mehr stricken. Aber meisten kommt es anders als man denkt.

Ein Kommunionkind sollte beschenkt werden. Da dieses Mädel pferdebegeistert ist, habe ich "Jeck Beauty" als Botin für einen Geschenkgutschein gestrickt.

Ich denke so an meine eigene Erstkommunion zurück und fand die meisten Geschenke echt gruselig. Das einzige Geschenk  welches ich in Erinnerung behalten habe ist ein "Kullertränchen" dem ich direkt im Anschluss an das Kaffeetrinken am gleichen Tag einen neuen Haarschnitt verpasst habe. Meine Tante war ganz schön sauer.
Ich hoffe dieses hier kommt bei der Beschenkten besser an und muss nicht am gleichen Tag unter das Messer.♥



Sonntag, 1. Januar 2012

...das erste selbstgesponnene

Seit 14 Tage bin ich stolze Besitzerin eines wee peggy (Baujahr ca. 1984).
Es schnurrt mein Rädchen. Nach einigen Versuchen ist es mir gelungen ein Garn zu produzieren. Nicht perfekt aber es sieht aus wie Garn.



...Blauholz und Erlenzapfen

Im Netz las ich, dass man mit Erlenzapfen braun färben können soll. Auf einer unserer Wanderungen wurde welche gesammelt eine Woche in Wasser eingeweicht und gleichzeitig ein paar Stränge Sockenwolle in Kaltbeize vorbehandelt. Zunächst mattgelb wurde mit Eisen-II-Sulfat ein schönes braun.



Wenn schon färben, dann auch gleich noch eine Ladung mit Blauholz, welches unwarscheinlich ergiebig ist.