Sonntag, 26. Januar 2014

...Ouessants oder nicht Ouessants, eine wollige Frage

Das Ouessantschaf stammt eigentlich von der gleichnamigen französischen Atlantikinsel. Man nennt es auch bretonisches Zwergschaf. Wir haben uns in der Vergangenheit überlegt, diese wirklich kleinen Schafe, sie werden nur so groß wie ein mittelgroßer Hund, als Rasenmäher anzuschaffen. Zudem sind sie wirklich sehr nette Tiere.Und natürlich würde jedes Jahr genügend Spinnfutter für mich dabei abfallen.

Doch wir haben uns anders entschieden. Auch wenn es schwer fällt. Wir (mein Liebster und ich) gehen den ganzen Tag arbeiten. Der Imker ist zumindest im Sommer zusätzlich mit seinen mehreren tausend Mitarbeiterinnen bestens ausgelastet und ich möchte mich nicht an die Region, in der wir aktuell wohnen, so binden. Es ist zwar leicht gesagt, dass die Schafe auch leicht wieder loszuwerden sind. Doch wenn wir einmal Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen, dann soll das eine langfristige Sache sein. Deshalb werde ich gerne wieder die Wolle von Marion nehmen, denn spinnen lässt sich die Wolle von diesen lustigen Gesellen ganz phantastisch. Eigentlich sind Ouessants dunkel, doch Marion hat ein weißes Tier in ihrer Herde. Dieses Vlies habe ich gewaschen, mit meiner Kardiermaschine bearbeitet (unser Katertier findet die Wolle auch sehr kuschelig) und gefärbt.

Insgesamt habe ich 650g (3-ply) mit Cochenille gefärbt. Die unterschiedlichen Farbtöne kommen durch die verschiedene Vorbehandlung zustande. 42 g Cochenille + 120g Weinstein, über Nacht eingeweicht, aufgekocht und abgeschäumt. Anschließend im Färbebeutel eingebunden und nacheinander gefärbt:




Von links nach rechts:

  • 1. Zug: ungebeizt
  • 2. Zug: gebeizt mit Kaltbeize
  • 3. Zug: gebeizt mit Kaltbeize + Fe-II-Sulfat
  • 4. Zug: gebeizt mit Fe-II-Sulfat
  • 5. Zug ungebeizt 


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